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News

Änderung der DIN 18008

Der Vorschlag des Normenausschusses, die DIN 18008 hinsichtlich Vertikalverglasungen zu ändern, wurde Ende 2017 verabschiedet. Für Glasverarbeiter hat das rechtliche Konsequenzen.

PM 2015 BF Sicherheitsglas 1Im Dezember 2017 wurde ein Änderungsvorschlag von der Mehrheit des Normenausschusses angenommen, dass frei und ohne Hilfsmittel zugängliche Vertikalverglasungen bis 0,80 m über Verkehrsflächen künftig aus Sicherheitglas sein sollen, um das Verletzungsrisikos zu senken. Hier die ungefähren Details und der Zeitplan bis zum Inkrafttreten der 18008 Novellierung.

So wird die neue Bau-Norm rechtlich wirksam

Ab wann eine neue Norm öffentlich-rechtlich wirksam ist, lässt sich vergleichsweise leicht feststellen: Denn dazu muss sie im betreffenden Bundesland per Ministerialerlass als Technische Baubestimmung eingeführt sein. Das bedeutet, sie muss in der Liste der Technischen Baubestimmungen (LTB) bzw. zukünftig in der Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (VVTB) des betreffenden Bundeslands als Technische Baubestimmung genannt sein.

Das kann bei der novellierten DIN 18008 frühestens nach

  • Bearbeitung aller Einsprüche (Oktober 2018) und
  • Veröffentlichung des Weißdrucks (November 2018 ?) erfolgen.

Es ist also davon auszugehen, dass die Novellierung der DIN 18008 wohl nicht vor Frühjahr 2019 öffentlich-rechtlich wirksam werden kann.

Glasverarbeiter aufgepasst

Das Inkrafttreten nicht vor Frühjahr 2019 bedeutet aber nicht, dass die novellierte Norm nicht evtl. vorher schon privatrechtlich wirksam werden kann. Denn das hat nichts mit ihrer Nennung in einer LTB oder VVTB zu tun, sondern damit, ob die mehrheitliche Entscheidung des Normenausschusses über die Neuregelung der technischen Vorschrift – hier bzgl. zugänglicher Vertikalverglasungen – bereits jetzt schon als „höher gewordener Standard der anerkannten Regeln der Technik“ anzusehen ist.


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