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Begriff Definition
Emissionsvermögen
Emissionsvermögen

Unter Emissionsvermögen ε ist das Abstrahlverhalten eines Körpers zu verstehen. Hinsichtlich der Wärmedämmung von Isolierglas bedeutet dies: Je niedriger das Emissionsvermögen ist, desto besser der U-Wert. In der Vergangenheit wurden die U-Werte von Glas stets im Prüfstand gemessen – heute stehen zuverlässige Berechnungsverfahren zur Verfügung (EN 673). Um die Berechnungen durchzuführen, wird unter anderem der ε-Wert benötigt. Die Ermittlung des Emissionsvermögens erfolgt durch Messung der Reflexion einer Bauteiloberfläche. Hierbei wird unterstellt, dass der Einfallswinkel nahezu senkrecht zur betrachteten Oberfläche liegt und die Messung bei verschiedenen Wellenlängen stattfindet. Der so ermittelte Reflexionswert R wird gemäß der Formel

ε = 1-R

in den Emissionswert umgerechnet. Da es messtechnisch nicht möglich ist, mit einem Einfallswinkel von 0° zu messen, wird im Allgemeinen bei einem mittleren Einfallswinkel von ≤ 10° gemessen

• normales Emissionsvermögen εn nach EN 673

Bei der Ermittlung des normalen Emissionsvermögens εn nach EN 673 wird das zuvor beschriebene Messverfahren zugrunde gelegt, wobei 30 Wellenlängen zwischen 5,5 mm und 50 mm ausgewertet werden. Aus diesen Einzelergebnissen wird der Mittelwert unter Berücksichtigung der Verteilung der Temperaturstrahlung bei + 10 °C bestimmt. Das Resultat wird als „normales Emissionsvermögen εn" bezeichnet.

• deklariertes Emissionsvermögen εd nach EN 1096

Der deklarierte Wert des Emissionsvermögens εd ist der vom Hersteller des Basisglases angegebene Nennwert des normalen Emissionsvermögens.