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Begriff Definition
Elektrosmog
Elektrosmog

siehe hierzu unser Merkblatt 031

Emissionsvermögen
Emissionsvermögen

Unter Emissionsvermögen ε ist das Abstrahlverhalten eines Körpers zu verstehen. Hinsichtlich der Wärmedämmung von Isolierglas bedeutet dies: Je niedriger das Emissionsvermögen ist, desto besser der U-Wert. In der Vergangenheit wurden die U-Werte von Glas stets im Prüfstand gemessen – heute stehen zuverlässige Berechnungsverfahren zur Verfügung (EN 673). Um die Berechnungen durchzuführen, wird unter anderem der ε-Wert benötigt. Die Ermittlung des Emissionsvermögens erfolgt durch Messung der Reflexion einer Bauteiloberfläche. Hierbei wird unterstellt, dass der Einfallswinkel nahezu senkrecht zur betrachteten Oberfläche liegt und die Messung bei verschiedenen Wellenlängen stattfindet. Der so ermittelte Reflexionswert R wird gemäß der Formel

ε = 1-R

in den Emissionswert umgerechnet. Da es messtechnisch nicht möglich ist, mit einem Einfallswinkel von 0° zu messen, wird im Allgemeinen bei einem mittleren Einfallswinkel von ≤ 10° gemessen

ESG - Einscheibensicherheitsglas
ESG - Einscheibensicherheitsglas

ESG ist ein thermisch vorgespanntes Glas. Die Vorspannung wird durch eine Wärmebehandlung des Glases erreicht. Der Herstellungsprozess von ESG besteht im raschen und gleichmäßigen Erhitzen einer Glasscheibe auf über 600 °C und dem anschließenden zügigen Abkühlen (Abschrecken) durch Anblasen mit kalter Luft. Die spezifische Wärmeleitfähigkeit des Glases bewirkt, dass sich beim schnellen Abkühlen die äußeren Zonen der Scheibe rasch verfestigen. Durch das Abkühlen des Scheibenkerns zieht sich dieser zusammen. Dieser Vorgang wird durch die bereits verfestigten äußeren Zonen behindert. Dadurch entsteht die charakteristische Spannungsverteilung im Einscheiben-Sicherheitsglas. Das heißt, die äußeren Flächen zum Kern hin stehen unter Druckspannung, der eigentliche Kern des Glases gelangt mit zunehmender Abkühlung unter Zugspannung. Beide Spannungen müssen zueinander im Gleichgewicht stehen.

ESG verfügt über einen erhöhten Verletzungsschutz, denn im Falle der Zerstörung entsteht ein engmaschiges Netz von kleinen, meist stumpfkantigen Glaskrümeln und keine scharfkantigen Glassplitter.

Zusätzlich zu dieser Sicherheitseigenschaft zeichnet sich ESG durch weitere Vorzüge aus:

  • Erhöhte Biegezugfestigkeit 120 N/mm² gegenüber 45 N/mm² bei nicht vorgespanntem Floatglas
  • Erhöhte Stoß- und Schlagfestigkeit im Pendelschlagversuch nach EN 12.600
  • Erhöhte Temperaturwechsel-Beständigkeit über die Scheibenfläche (200 K statt 40 K bei normalem Floatglas)
ESG-H
ESG-H

Für Anwendungen, in denen nach den Technischen Baubestimmungen heißgelagertes Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG-H) gefordert wird, ist heißgelagertes, fremdüberwachtes, thermisch vorgespanntes Kalknatron-Einscheibensicherheitsglas (ESG-H) nach den Bedingungen der Bauregelliste A Teil 1, lfd. Nr. 11.13, Anlage 11.11 einzusetzen.

Demnach ist beim Einsatz von ESG stets fremdüberwachtes ESG-H zu verwenden; es sei denn, die Verglasung liegt nicht an einer Verkehrsfläche und ist unterhalb von 4 m Höhe eingesetzt.

Dies ergibt sich aus der DIN 18008 Teil 2 in Verbindung mit der Liste der technischen Baubestimmungen.